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DIE MARKTHALLE DER SPEICHERSTADT

Der Speicherblock N/M wurde 1886/87 errichtet. Während in Block N der historische Bausubstanz weitgehend erhalten blieb, musste Block M infolge von Kriegsschäden in den 50er Jahren neu aufgebaut werden. Block N beherbergte ursprünglich Kontore sowie Lager, vorwiegend für Kakao. Heute beheimatet der Block eine Vielzahl von Einzelhändlern, Restaurants, Büros, eine Bankfiliale und als Premiere in der Speicherstadt vier gewerbliche Wohneinheiten.

 

Das Projekt

Traditionelle Elemente des einst als Kontor und Kakaolager genutzten Speichers N wurden erhalten – zum Beispiel die Lukentüren. Im Inneren des Speichers sind ein neuer Lichthof aus Glas und ein Personenaufzug entstanden. Im November 2008 wurden die ersten vollständig sanierte Teilbereiche der Blöcke N und M eingeweiht. Im Speicher sind neue Einzelhandelsflächen, hochwertige Büros und gewerblich genutzte „Wohnbüros“ entstanden.

 

Die Umsetzung

Die „Markthalle“ in der Speicherstadt beherbergt verschiedene gastronomische Angebote für Mieter, Besucher und die Nachbarn im Quartier. In der offenen, großzügig angelegten Markthalle im Erdgeschoss mit historischen Fenstern zum Brooksfleet sowie zur HafenCity sind kleinere Geschäfte untergebracht, die neben verschiedenen Angeboten für den Mittagstisch und Straßenverkauf auch hochwertige Gastronomie anbieten. Das Angebot in der Markthalle runden aktuell ein Bäcker sowie ein Blumengeschäft ab. Eine Bankfiliale der Commerzbank sowie das hochklassige Restaurant „Vlet“ der Firma Nord Event mit Platz für über 100 Gäste haben im Block N den 1. Boden bezogen. Besonders attraktiv für Besucher von Block N ist die direkte Anbindung an das Parkhaus im Speicher Block O über die Kibbelstegbrücke – für Fußgänger und Fahrradfahrer eine der Hauptverbindungen zwischen Innenstadt und HafenCity.

 

Zudem ergänzen hochwertig ausgebaute Büroflächen ab dem 2. Boden und die ersten und bislang einzigen „Wohnbüros“ unter dem Dach das gewerbliche Angebot in Block N. „Die Wohnbüros sind ein Novum in der Speicherstadt“, sagt Rainer Nelde, Leiter des Kaufmännischen Facility-Managements/Vertriebs des HHLA Immobiliensegmentes. Aufgrund bauordnungsrechtlicher Auflagen konnten vier Maisonette-Flächen am Sandtorkai konzipiert werden. Weitere Wohnflächen wird es auf absehbare Zeit nicht geben.“ Baurechtlich ermöglicht wurde hier das Wohnen in der Speicherstadt durch die direkte Anbindung an die Kibbelstegbrücke, die bei Hochwasser als Rettungsweg dient.

 

 

 

 

Daten & Fakten

  • Nutzung: Markthalle, Büro- und Wohnbüroflächen

  • Bauherr: HHLA

  • Planung/Ausführung: HHLA, Segment Immobilien/Bauabteilung

  • Projektleitung: R. Holzapfel

  • Projektmitarbeit: J. Dietz, A. Vollbrecht

  • Fläche: ca. 6.500 m2

  • Planungs-/Bauzeit: 01/2008 bis 11/2008